Kostenlose Kreditkarten – Fallen wirklich keine Kosten an?

Bei der Suche nach kostenlosen Kreditkarten hilft das Internet mit zahlreichen Vergleichsportalen und Produkttests weiter. Vielen Banken bewerben ihre Kreditkarten mit den Begriffen „kostenlose Kreditkarte“, „gebührenfreie Kreditkarte“ oder auch „gratis Kreditkarte“, der Verbraucher sollte sich jedoch genau informieren ob und welche Gebühren bei der Nutzung einer Kreditkarte anfallen können. Im Folgenden soll auf die wichtigsten Kreditkartengebühren eingegangen und erklärt werden, wann solche Gebühren anfallen können.

Die Jahresgebühr oder Ausstellungsgebühr

Eine kostenlose Kreditkarte ist dauerhaft beitragsfrei, es fällt also keine Jahresgebühr und auch für die Ausstellung der Karte wird zu Beginn keine einmalige Gebühr fällig. Das Portal www.kreditkarte-gratis.net vergleicht zahlreiche Gratis Kreditkarten mit guten Bewertungen. Egal ob kostenlose, beitragsfrei, gratis oder gebührenfrei – dieses Werbeversprechen bezieht sich immer nur auf die Jahresgebühr und erweckt schnell den Eindruck, das überhaupt keine Gebühren entstehen können. Das ist jedoch keineswegs der Fall, je nach Nutzung können bei jeder Kreditkarte Gebühren anfallen. Natürlich ist es möglich jegliche Gebühr zu umgehen, wie genau das funktioniert wird im Folgenden an praxisnahen Beispielen erläutert.

Gebührenfreie Kreditkarten – Was ist im Ausland zu beachten?

Der Einsatz von Kreditkarten kann insbesondere im Ausland schnell Gebühren verursachen. Wichtigster Punkt ist die so genannte Fremdwährungsgebühr. Diese wird immer dann fällig, wenn eine Transaktion in einer anderen Währung als Euro durchgeführt wird. Im Euro-Raum (z.B. Frankreich, Italien, Slowakei, Spanien etc.) fällte diese Gebühr nicht an. Vorsicht ist in Ländern geboten, die zwar zur EU gehören aber den Euro als Zahlungsmittel nicht eingeführt haben. So fällt die Fremdwährungsgebühr in Ländern wie Großbritannien oder Dänemark ebenfalls an. Im sonstigen Ausland außerhalb der Euro-Zone fällt die Gebühr weltweit an. Je nach Bank die Gebühr zwischen 1,50% und 2,00% vom Umsatz betragen. Begründet wird die Gebühr durch den Aufwand der Bank, den Zahlungsbetrag in die heimische Währung umzurechnen. Umgehen lässt sich diese Gebühr in der Regel nicht an, da sie von fast allen Banken berechnet wird.

Sollzinsen für die Inanspruchnahme des Kreditrahmens

Wie der Name Kreditkarte bereits vermuten lässt, wird dem Nutzer ein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt, der für Einkäufe und sonstige Zahlungen genutzt werden kann. Kredite gewähren Banken nur gegen Zinsen, es ist jedoch möglich bei richtiger Anwendung jegliche Sollzinsen zu vermeiden. Die meisten Kreditkarten sind so genannte Charge-Kreditkarten. Dabei wird der in Anspruch genommene Teil des Kreditrahmens einmal im Monat in Rechnung gestellt. Innerhalb dieser Zeit fallen keine Zinsen für den Nutzer an, man spricht von einem so genannten zinsfreien Zahlungsziel. Je nach Bank kann das Zahlungsziel bis zu 8 Wochen betragen, in der Regel beträgt es aber vier Wochen bzw. einen Monat. Viele Kreditkarten ermöglichen dem Nutzer eine Teilzahlung, man spricht dann von Revolving-Cards. Monatlich müssen dann beispielweise 2-20% vom offenen Saldo zurückbezahlt werden. Diese Teilzahlungsfunktion ist immer mit Sollzinsen verbunden und diese fallen grundsätzlich immer höher aus als z.B. bei einem Ratenkredit oder Dispositionskredit. Eine Teilzahlung macht nur dann Sinn, wenn der Ausgleich des offenen Saldos derzeit nicht vollständig möglich ist.